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    StartFilmAlles ruhig an der Westfront Rezension

    Alles ruhig an der Westfront Rezension

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    Zusammenfassung

    Einer der herzzerreißendsten, brutalsten und kompromisslosesten Antikriegsfilme, die je gedreht wurden. Im Westen nichts Neues ist eine eindringliche Leistung.

    Netflix bringt mit All Quiet on the Western Front (2022) einen seismischen Film – das ist unsere spoilerfreie Rezension.

    Es gibt nur wenige Kinoerlebnisse in diesem oder einem ähnlichen Jahr Eduard Berger’s Anpassung von Erich Maria Remarque Im Westen nichts Neues. Der Regisseur fängt das visionäre Konzept der Antikriegsgeschichte des Ausgangsmaterials ein. Der erste Antikriegsroman verzichtete auf populäre Themen wie Adel, Patriotismus und die Romantisierung des Kampfes um etwas so Belangloses wie ein paar Meter Land. Berger hilft auf brillante Weise dabei, den Vorhang zum Leben zu erwecken, den Remarque zurückgezogen hat. Diese Adaption ist ein herzzerreißendes, kompromissloses und brutales Meisterwerk.

    Der Film spielt während des Krieges in Deutschland 1916und jugendliche Aufregung liegt in der Luft. Paul BäumerFelix Kammerer ist zu jung, um sich für den Krieg anzumelden. Seine Freunde ermutigen ihn jedoch, die Unterschrift zu fälschen, um sich bei ihnen anzumelden. Bäumer steht ein böses Erwachen bevor, als er mitten in eine alptraumhafte Szene geworfen wird. Dort, um sie durch den Krieg zu begleiten, ist Stanislaus „Kat“ Katczinsky (Albrecht Abraham Schuch) und Tjaden Stackfleet (Edin Hasanovic). Sie sind kampferprobte Veteranen, aber nicht, weil sie Lebensretter sind. Es ist, weil sie einfach gegen die Widrigkeiten überleben. Beide wissen, dass die Chancen, dass alle bis zum Ende durchkommen, bestenfalls bedrohlich sind.

    Dann hast du Bundesfinanzminister Matthias Erzberger (Daniel Brühl), ausgesprochen gegen den Ersten Weltkrieg. Er arbeitet fleißig und verzweifelt hinter den Kulissen daran, einen vereinbarten Waffenstillstand mit den alliierten Mächten zu erreichen. Die Wahrheit kann jedoch nicht schnell genug kommen. Auf seine Art ist ein dickköpfiger und offenkundig stolzer General (Devid Striesow). Dieser Typ brennt nur darauf, jeden seiner „Männer“ in einen glorreichen Tod zu schicken.

    Berger schrieb das Drehbuch mit Lesley Paterson (Etwas blau) und Ian Stokell (Die Verhandlung). Sie fangen nicht nur die Schrecken des Krieges ein, sondern auch die völlige Hybris von allem. Die Propaganda, die ihre Bürger wie Vieh behandelt, die blutigen Kleider der Gefallenen wiederverwertet und der jugendliche Überschwang, der akut wegwäscht, während er eine ernüchternde Realität aufdeckt. Die Geschichte hat im Großen und Ganzen drei Schlachten um ein kleines Stück Land. Dabei ist jede so sinnlos wie die andere.

    Die Filmproduktion ist hier spektakulär, mit atemberaubenden Bildern, die Ihnen noch lange nach dem Ende in Erinnerung bleiben werden. Es ist die Art und Weise, wie Berger und Co. diese kleinen Siege wegwischen, wie die Szenen von Panzern, die brutal den Feind niedermähen und Maschinengewehrkugeln in einen Graben sprühen, oder Mitglieder der Opposition, die Soldaten mit Flammenwerfern vernichten. Die meisten Opfer könnten nur als Jungen betrachtet werden. Dies alles funktioniert, indem es die unversöhnliche Natur der Geschichte und ihr Leben hervorhebt, das letztendlich fast sinnlos war. Ich muss erwähnen, dass nichts davon sensationell oder grundlos, sondern unverblümt ehrlich ist, was diese Geschichte umso kraftvoller macht.

    Zusammen mit Volker Bertelmanns schöne und zugleich ominöse Filmmusik und Die atemberaubende Kinematografie von James Friends, Im Westen nichts Neues ist eine eindringliche Errungenschaft, die Ihre Aufmerksamkeit mit ihrer außergewöhnlichen und erschreckenden Kraft fesselt. Bergers Film ist vielleicht auch der größte Antikriegsfilm aller Zeiten.

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