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    Here Be Dragons (2022) Rezension

    Diese Rezension des Films Here Be Dragons enthält keine Spoiler.

    Hier seien Drachen bezieht sich auf die mittelalterliche Praxis, Illustrationen von Monstern wie Meeresbewohnern oder allgemein Drachen auf unbewohnten und unbekannten Gebieten von Karten zu platzieren. Es passt perfekt zur Handlung und den gewichtigen Themen des Drehbuchs. Ein dichtes Drama über vergangenes Bedauern, endlose Albträume, ethische Grauzonen und Verjährungsfristen, verdammt noch mal.

    Der Film des Regisseurs und Regisseurs Alastair Newton Brown ist eine bewegende Interpretation stoischer, meditativer Rache. Die Geschichte dreht sich um David Locke (Nathan Sapsford), einen UN-Kriminalermittler, der am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) arbeitet. Locke hat ein persönliches Interesse an der Suche und Verfolgung von bosnischen Kriegsverbrechern. Vor 25 Jahren war er ein UN-Friedenssoldat (bekannt für das Tragen von blauen Baskenmützen). Er verliebte sich in eine Frau aus prominenter Familie, die Opfer des Völkermords wurde. Von wem? Ein bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher namens Ivan Novak (Slobodan Bestic) hatte von Lockes Beziehung erfahren.

    Es findet ein Gefangenenaustausch statt, und ein Mann atmet immer noch auf der Ladefläche des Lastwagens. Es ist der Bruder seiner Liebe, Emir Ibrahimovic. Novak lässt Locke auf einen Muldenkipper klettern und geht auf Zehenspitzen durch die Leichen. Er zieht den Mann heraus. Im Laufe der Jahrzehnte bestätigte das ICTY, dass alle Kriminellen im Gefängnis oder tot sind. Als Emir jedoch auftaucht, um David zu sagen, dass er glaubt, dass Novak noch am Leben ist. Er erhält Geld und die Freiheit, eine Jagdgesellschaft zu gründen, um zu sehen, ob Emirs Vermutung wahr ist. Ihr Ziel ist ein Therapeut namens Jovan Petrovic. Er berät Kriegsveteranen bei Problemen im Zusammenhang mit traumabedingter PTBS. Sie reisen nach Belgrad, um ihre Ermittlungen durchzuführen.

    Browns Film hat ruhige Hände, die aus zwei bemerkenswerten Wendungen stammen: dem umwerfend guten Sapsford und einem zweiköpfigen Monster von einer Performance von Bestic, der an einigen Stellen einen Blick auf das ernüchternde Böse gibt und am Ende des Films mit ein einziger verwitterter Blick, überwältigende Reue. Dies ist ein fantastisches psychologisches Schachspiel, das diese beiden spielen. Es treibt den Film an, vom kraftvollen ersten Akt und den Katz-und-Maus-Manövern durch den zweiten des Films hindurch.

    Wo Hier seien Drachen trotz Marc Windons schöner Kinematographie und Brian Cachias bewegender Filmmusik ins Stocken gerät, ist der übertriebene, überlange und überarbeitete letzte Akt. Zum einen handelt es sich bei einer falschen Nebenhandlung um ein kleines Kind, das versucht, sich wie ein Erwachsener zu „verhalten“. (Als er Locke unerwartet sieht, fragt er, warum er dort war, anstatt ihn fröhlich zu begrüßen, wie es jedes Kind tun würde). Dass das Kind dann zur Waffe greift, um seinen Vater zu schützen, klingt nicht wahr. Schließlich ist Svetislav Goncics Emir seltsam hohl und eine Note für einen Mann, der versucht, blutige Erinnerungen an den Völkermord an seiner Familie und seinen Freunden zu rächen.

    Hier seien Drachen ist kein Thriller, sondern ein nonkonformistisches, mitreißendes Drama, das mit schweren Themen wie echtem Mitgefühl, grübelnder Rache, die lähmend ist, und dem nie endenden Kreislauf der Gewalt spielt. Insgesamt erinnerten der Ton und die eindringlichen Erinnerungen an eine ungelöste persönliche und gemeinsame Geschichte leicht an die von David Mamet Tötung in dem Sinne, dass eine eindringliche Vergangenheit für alle Beteiligten zu einem gewalttätigen, blutigen Ende führt. Hier schließt sich die Reise von Locke und Novak auf augenöffnende Weise.

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